Titelbeitrag

Eine wenig sommerliche, …
dafür wahlkampfintensive Kurier-Pause liegt hinter uns. Nun nimmt die Kommunalpolitik wieder Fahrt in normalen Bahnen auf. Für den Herbst heißt das fast schon rituell: Es ist Zeit für den Gemeindehaushalt des kommenden Jahres. Die Mitglieder der Fachausschüsse der Gemeindevertretung arbeiten sich gerade durch das rund 500-Seiten starke Werk, gehen die einzelnen Produkte und auch den Stellenplan durch.
Bisher lässt sich dazu lediglich sagen: Dass der Überschuss der Ergebnisrechnung mit knapp drei Millionen Euro fast zehnmal so hoch ist wie vorhergesagt, zeigt erneut, dass Bürgermeister und Gemeinde verantwortungsvoll und klug mit unseren Steuergeldern umgehen. Es ist auch ein Ergebnis der allgemein guten Konjunktur im Deutschland. Das beruhigt, denn Glienicke/Nordbahn stehen mit Blick auf den Haushalt einige Herausforderungen bevor wie der Bau des Jugendklubs, um nur ein Beispiel zu nennen.
Etwas am Haushalt 2018 ist aber ganz neu: Auf dem Weg zum papierlosen Arbeiten eröffnet die Verwaltung den Ausschussmitgliedern die Möglichkeit, auch interaktiv im Rechner mit dem Zahlenwerk zu arbeiten per IKVS (Interkommunale Vergleichs-Systeme). Gewöhnungsbedürftig, die Vorteile für uns Gemeindevertreter müssen sich mit der Zeit erschließen.

Ein Projekt für kleine, potentiell altengerechte Wohnungen
Positive Entwicklung: Ein Drogeriemarkt und kleine Wohnungen im Ortskern (Foto: FDP)

Ein Projekt für kleine, potentiell altengerechte Wohnungen…
sowie einem Drogeriemarkt hat ein Investor im Planungsausschuss vorgestellt. Klasse, kann man dazu nur sagen. Denn hier wird gleich zwei seit längerem bestehenden Defiziten abgeholfen! Mehr dazu im Glienicker Kurier aus der Feder des Ausschussvorsitzenden Jörg Rathmer.
Darüber hinaus begrüßen wir auch, dass der Planungsausschuss die neue Stellplatzsatzung auf den Weg gebracht hat. Sie folgt dem Vorschlag unserer Fraktion, für Wohnungen über 80 qm zwei Stellplätze vorzusehen – das dürfte helfen, die Parkplatzsituation auf Dauer zu entschärfen.

Für den Kauf des Gebäudekomplexes Gartenstraße…
liegt jetzt die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vor. Sie will nun noch genau geprüft sein. Doch erstes Querlesen zeigt: Bürgermeister, Verwaltung und die Mehrheit der GVT, darunter unsere Fraktion, haben den richtigen Weg eingeschlagen. Alle jetzt möglichen Alternativen wären wirtschaftlich. Aber das Gutachten bestätigt die von uns favorisierte Lösung vollumfänglich: Fortführung des Erbbaupachtvertrages und Kauf in 13 Jahren weist den höchsten Kapitalwert auf und ist somit die wirtschaftlichste, d.h. für Glienicke/Nordbahn rundherum vorteilhafte Alternative. Dafür werden wir uns in den Gremien weiterhin einsetzen.

Das Herbstfest …
im neuen Format und unter neuem Organisationsteam war – vom Wetter abgesehen – schön. Dank an alle Beteiligten. Auch wenn das Wetter anfänglich für verhaltenen Besucherstrom sorgte, scheint das neue Konzept in die richtige Richtung zu weisen. Die anschließenden Vorkommnisse im Bürgerpark sind nicht den Organisatoren des Festes anzulasten.
Besonders begrüßenswert war wieder die lange Reihe der Stände, an denen sich das Ehrenamt in seiner unterschiedlichsten Ausprägungen präsentieren konnte. Eine wohlverdiente Würdigung, von Sportvereinen über die Baumschutzinitiative bis hin zur Partnerschaftsvereinigung Amis de France., letzte verstärkt durch eine kleine Delegation dreier Damen aus der Partnergemeinde Plobannalec-Lesconil. Feine Geste unseres Bürgermeisters: Zu ihren Ehren wehte vor dem Rathaus die bretonische Fahne.

Wir gratulieren…
Derk Ehlert zu seinem Bundesverdienstkreuz, verliehen für seine engagierte Arbeit als Wildtierbeauftragter des Landes Berlin. Wer den Glienicker noch aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die GBL hier vor Ort kenn, kann unschwer ermessen, wie verdient die hohe Auszeichnung ist.

Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender

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