Titelbeitrag
psc 2018 schulerweiterung
Private Initiative für ein soziales Projet unterstützen! (Fotos CDU Glienicke

Ein soziales Wohnprojekt…
für ihre Tochter und weitere Menschen mit Einschränkung möchte ein Ehepaar im leerstehenden Haus Schönfließer Straße 2 einrichten und dieses dafür der Gemeinde abkaufen. Sie haben dazu sogar ein Konzept zum Thema „Ambulant betreutes Wohnen in Glienicke“ erarbeitet, was die Ernsthaftigkeit ihrer Absicht unterstreicht. Das Projekt passt zudem wunderbar zu den nahegelegenen Werkstätten der Nordbahn GgmbH, die Behinderten echte berufliche Perspektiven eröffnen.

So viel private Initiative, mit eigenen Mitteln ein Integrationsprojet zu initiieren und durchzuführen, nicht nach „dem Staat“ zu rufen, sondern selbst zu handeln auch zum Wohle anderer, verdient doch uneingeschränkte Unterstützung. Sollte man meinen, und die unsere hatte sie. Nicht so bei einigen Glienicker Gemeindevertretern, deren Skepsis und Fragen im Hauptausschuss mich mit Scham erfüllt haben. Zweifel an der Ernsthaftigkeit bis hin zu der Vermutung, nach dem Kauf des Hauses könnte dort etwas ganz anderes entstehen, musste der anwesende Vater über sich ergehen lassen. Und sich nun erneut gedulden, bis der Beschluss der Entbehrlichkeit des Grundstücks, Voraussetzung für den Verkauf, eine weitere Runde durch die Gremien gedreht hat. Von „Ehrenrunde“ kann man da kaum reden, und selten war das Totschlagargument vom nicht zu verscherbelnden Tafelsilber unpassender!

Text …
Strempel: Ein diskussionswürdiges Konzept zum Thema Haus 6

Die räumlichen Anforderungen der Grundschule…
an einen Erweiterungsbau (Stichwort: Haus 6) mobilisierten ebenfalls viel Engagement unter anderem bei Eltern, Schülern und Lehrkörper. Was dabei heraus kam, legten sie der Gemeindevertretung vor, und es kann sich sehen lassen. Nicht nur enthält es durchdachte Vorschläge für die Nutzung jeder Etage, es integriert auch zeitgemäße Elemente wie Digitalisierung und gemeinsames Lernen (Inklusion). Auch wenn möglicherweise nicht alles eins zu eins umgesetzt wird oder werden kann: Das ist eine tragfähige Grundlage für die weiteren Überlegungen in den Gremien.

Nicht tragbar…
sind für uns Überlegungen der AWU, die bedeuten würden, dass so mancher Anwohner einer Glienicker Einbahnstraße künftig die Mülltonnen vor und nach dem Entleeren 250 Meter oder mehr bewegen müsste. Wir haben Verständnis für die sicherheitstechnischen Anforderungen an Straßen und Fahrzeuge und die Vorgaben der Berufsgenossenschaft, mit Ein-Mann-Fahrzeugen nicht rückwärts zu fahren zu lassen – schließlich auch zur Sicherheit aller. Das darf aber nicht auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden, die für die Müllentsorgung zahlen.

Hier muss sich die AWU etwas einfallen lassen. Eine Idee wäre, eine besondere „Einbahnstraßenroute“ einzurichten mit (kleineren) Fahrzeugen, die diese Sackgassen auch befahren können. Der Bürgermeister ist beauftragt, in diesem Sinne mit der AWU Kontakt aufzunehmen. Dass dies eine geringfügige Anhebung der in Oberhavel ohnehin außerordentlich niedrigen Müllentsorgungsgebühren, wär aus unserer Sicht im Sinne der Solidargemeinschaft eine hinnehmbare Konsequenz.

Das Richtfest der Feuerwache…
ist deutliches Zeichen dafür, dass die Bemühungen, optimale Rahmenbedingungen für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zu schaffen, mit Ernsthaftigkeit vorangetrieben werden. Weiteres Zeugnis dafür sind die Antworten der Verwaltung auf die Anfrage unserer Fraktion zum Thema Förderung der Feuerwehr, für die wir danken. Besonders freut uns die Zusage, bei allen künftigen Stellenausschreibungen der Gemeinde Hinweis aufzunehmen, dass die Bereitschaft zur aktiven Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr begrüßt wird.

Stefanie Liesig…
legt aus persönlichen Gründen ihr Amt als Sachkundige Einwohnerin im Sozialausschuss nieder. Wir respektieren das, bedauern aber gleichzeitig ihr Ausscheiden sehr. Liesig brachte frischen Wind in den Ausschuss, war eine stets kompetente und dialogbereite Ansprechpartnerin gerade für den Bereich Kita und Schule, die sach- und zielorientiert im Ausschuss wesentliche Entscheidungen mitgestalten konnte. Unsere guten Wünsche begleiten sie, und wir sagen im wörtlichen Sinne „auf Wiedersehen“! Da alle Fraktionen künftig pro Ausschuss nur noch einen „Sachkundigen“ haben, besetzen wir nicht nach. Von unserer Fraktion benannt, bringt Valeska Thiessen weiterhin ihre Sachkunde in den Sozialausschuss ein.

Und zu guter Letzt:
eine schöne Ferien- und Urlaubszeit Ihnen allen!

Von Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender