Titelbeitrag
Text …
Dr. Ulrich Strempel

Investoren, …
auch als Bauherren bekannt, sind zwar für manche in der Gemeindevertretung ein rotes Tuch. Dennoch muss man im Anschluss an die Sitzung des Umwelt und Planungsausschusses von Ende September feststellen: Gut, dass es sie gibt.
Seit langem beklagen wir alle in der Glienicker Kommunalpolitik das Fehlen von betreutem Wohnen im Ort. Ein Thema, das angesichts der demographischen Entwicklung noch an Dringlichkeit gewinnen wird. Nun liegt ein Vorschlag für ein Wohnquartier mit Tagespflege auf den Tischen der gemeindlichen Gremien für das hässliche Brachgrundstück Am Sandkrug/Oranienburger Chaussee. Freilich müssen wir als Gemeinde, um die Realisierung zu ermöglichen, planungsrechtliche Grundlagen schaffen – sprich: eine Änderung des Bebauungsplans 15.

Dafür gibt es noch einiges zu bedenken. Dem positiven Aspekt, dass die Brache wegfiele zugunsten eines der urbaneren Bebauung entlang der Oranienburger Chaussee angemessenen Bauwerks, steht die lockere Einfamilienhausbebauung am Sandkrug gegenüber. So beliebt zum jetzigen Zeitpunkt unter dem Strich festzuhalten: Der jetzige Vorschlag ist nicht schlecht und sollte verfolgt werden, aber er ist noch nicht der sprichwörtlichen Weisheit letzter Schluss. Eine Grundlage, weiter zu reden aber ist er allemal. Wir freuen uns auf einen weiteren fruchtbaren Dialog mit dem Investor – pardon: Bauherrn.

Das Thema Laubentsorgung …
bewegt zurecht die Gemüter in Glienicke. Nicht nur, dass die Laubsäcke zum selben Preis deutlich kleiner geworden sind. Trotz des nachvollziehbaren Arguments, die großen Säcken würden zu voll gestopft und damit zu schwer, ist dies ein Ärgernis, eine Preiserhöhung durch die Hintertür. Der Landkreis will zudem im kommenden Jahr diese Form der Entsorgung ganz einstellen. Stattdessen kommt die Biotonne.

Grundsätzlich ist die Biotonne zu begrüßen. Insbesondere für diejenigen, die auf ihre Grundstück nicht kompostieren können oder wollen, ist sie eine gute Sache. Das Problem Laubentsorgung freilich löst sie nie und nimmer – viel zu viel Laub fällt auf den mit mehreren Bäumen bewachsenen Grundstücken im Herbst Woche für Woche an. Und die Biotonne soll 14-tägig gelehrt werden. Hierzu wird es in unseren Gremien rasch Beratungen geben müssen für den Fall, dass der Kreis nicht doch noch die Entsorgung fortsetzt. Das wäre die einfachste Lösung. Denn die sogenannten Big Bags sind zwar eine Alternative, aber nicht in jedem Garten einsetzbar.

Der Glienicker Willkommensinitiative…
gratuliert unsere Fraktion sehr herzlich zum Ehrenamtspreis des Landkreises. Die Initiative hat geleistet und leistet weiterhin eine wichtigen Beitrag zur Unterstützung in Glienicke wohnender Menschen mit Migrationshintergrund nicht zuletzt bei der Bewältigung des manchmal komplizierten deutschen (Behörden-)Alltags. Und das seit einigen Jahren. So sieht erfolgreiche und sachgerechte Integrationsarbeit aus.

Der Seniorenbeirat ...
feiert diesen Monat das Jubiläum seines fünfjährigen Bestehens. Dazu gratulieren wir und können feststellen: Er hat sich insgesamt als Interessenvertretung der Seniorinnen und Senioren in der Kommunalpolitik bewährt. Darum ist es uns eine Freude, dass sich für diese Wahlperiode mehr Bewerberinnen und Bewerber gemeldet haben, als in dem siebenköpfigen Gremium Platz finden. Ein Ausweis, das die Arbeit positiv ausstrahlt. So hat die Gemeindevertretung bei der Besetzung eine echte Wahl. Es ist weiterhin unsere Position, dass der Beirat ein überparteilicher sein soll und nicht aus „Abgesandten“ der örtlichen Parteien bestehen sollte. Und er sollte auch nicht als Hintertürchen in die Kommunalpolitik für diejenigen fungieren, die auf den Parteilisten bei der Kommunalwahl nicht zum Zuge gekommen sind. Das widerspricht klar der ursprünglichen Intention.

Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender