Titelbeitrag

Kunst am (Feuerwehr-)Bau…

ist der Jugendfeuerwehr seit nunmehr rund zwei Jahren versprochen aber in den Gremien nicht wirklich vorangekommen. Wir sagen: Bitte endlich „Butter bei die Fische“,, das sind wir der Feuerwehr schuldig. Für verfehlt halten wir daher die Forderung aus zwei Fraktionen, das Entscheidungsverfahren völlig neu aufzurollen. Es liegen auch geeignete Entwürfe vor, einschließlich einer der bekannten Glienicker Künstlerin Christine Gersch. Andererseits ist auch richtig, dass bei zu erwartenden Mindereinnahmen im Haushalt ein sechsstelliger Betrag für das Projekt schwer zu rechtfertigen wäre.

Wir haben daher im Hauptausschuss angeregt, in keinen langwierigen weiteren Entscheidungsprozess einzutreten, in dem das Projekt nur erneut zerredet zu werden droht. Wir stellen uns die Halbierung der dafür vorgesehenen Haushaltsmittel vor, was ausreichend wäre, den Auftrag an Gersch zu vergeben, wofür wir plädieren. Zu recht kam von einer Fraktion der Einwand, Kunst am Bau müsse allen Glienickerinnen und Glienickern zugänglich sein, nicht nur der Minderheit, die sich in der Feuerwache bewegt. Daher sollte das Kunstwerk auch nach unseren Vorstellungen an der Außenwand angebracht werden.

Foto: Durchfahrt von und nach Berlin
Ungehinderte Durchfahrt von und nach Berlin! (Foto: CDU Glienicke)

In Sachen Waldseeviertel…

unterstützen wir das Dialogangebot des zuständigen Kreisdezernenten an alle Betroffenen. Bis zum Ergebnis dieses Austauschs sollten beide Seiten keine weiteren Schritte ergreifen werden. Außerdem gilt es, die laufenden Verkehrszählungen abzuwarten. Sie werden eine objektive Gesprächsgrundlage liefern.

Daher halten wir auch den von der SPD durch die Juni-GVT gedrückten „Prüfauftrag“ für sogenannte „Pförtnerampeln“ an der Landesgrenze für ein völlig falsches, wenn nicht gar schädliches Signal. Zumal die Einreicher selber nicht entschieden zu haben scheinen, ob es sich um ein Entgegenkommen für Reinickendorf oder eine Maßnahme zur Durchsetzung von Tempo 30 auf der Lessing-Straße sowie der Alten Schildower handeln soll. Was letztlich gleichgültig ist, wäre es doch für beide Zwecke gleichermaßen ungeeignet.

„Pförtnerampel“ – schon der von der SPD gewählte Name ist verräterisch. Gemeint sind durch Verkehrsaufkommen und/oder Geschwindigkeit gesteuerte Ampeln, die die Einfahrt nach Hermsdorf behindern oder beschränken. Wohlgemerkt: nur von Glienicke /Nordbahn nach Berlin, nicht umgekehrt.

Denn wenn wir der Sperrungsinitiative ahistorisches Vorgehen ankreiden, würden wir ähnlich geschichtsvergessen handeln mit der Einrichtung von Ampeln genau an der ehemaligen Demarkationslinie – und das ausgerechnet nur in Nord-Süd-Richtung. Zudem würden sie, mangels alternativer Routen, auch nicht zu weniger Verkehr nach Hermsdorf führen. Der Verkehr würde lediglich zu kompakten Paketen zusammengefasst dann weiterfahren. Mit durch die Verzögerung auf dem Weg zur Arbeit frustrierten und potentiell aggressiveren Fahrern. 

Geht es in Wirklichkeit um die Durchsetzung von Tempo 30 auf diesen Straßen – ein legitimes Ansinnen --, dann spricht weitaus mehr gegen diese „Pförtnerampeln“ als dafür. Erstens sind sie außerordentlich kostspielig und bringen, anders als beispielsweise fest installierte Blitzer, keinerlei Einnahmen. Zweitens ist fraglich, ob der zu schnell fahrende Wagen tatsächlich noch von Rot erwischt wird, die im Zweifelsfall regelkonform fahrenden Fahrzeuge hinter ihm müssen auf jeden Fall halten. Das widerspricht jeglichem Gerechtigkeitsverständnis. Und drittens wären sie außerordentlich umweltschädlich. Statt gleichmäßig fließendem Verkehr (der den wenigsten Lärm und die geringsten Abgase erzeugt) würden sie (auf Glienicker Seite) künstliche Staus schaffen. 

Zudem ist mit Ablehnung durch Kreisverwaltung und Verkehrsministerium zu rechnen. Ein Bärendienst sonders gleichen also. Kein Wunder, dass außer den unseren auch ablehnende Stimmen aus der Fraktion der Grünen, der AfD sowie sogar der SPD kamen – leider aber nicht die Mehrheit in der GVT.

Fortuna Glienicke…

gratulieren wir herzlich zum erstmaligen Einzug in die dritte Runde im Fußball-Landespokal nach einer ungewöhnlichen wie spannenden Saison!

Dr. Ulrich Strempel , Fraktionsvorsitzender