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Dr. Ulrich Strempel
Strempel: Bei E-Government ist Glienicke gut aufgestellt (Foto: CDU Glienicke)

Den Ausbau von E-Government-Angeboten durch die Gemeinde – also der Online-Zugang zu öffentlichen Verwaltungen, um Bürgerinnen und Bürgern Zeit, Laufereien und letztlich Geld zu sparen – hatte unsere Fraktion im November 2012 beantragt. Den Antrag verbanden wir bewusst mit der Bitte um regelmäßige Fortschrittsberichte. Diesen hat die Verwaltung im jüngsten Hauptausschuss turnusmäßig erstattet (siehe S. XX). Dafür zuvorderst Dankeschön!

Für eine zeitgemäße und bürgerfreundliche Verwaltung
Die wirklich gute Nachricht: Es geht voran, mit neuen Angeboten vom elektronischen Bewerbungsmanagement über die Onlineabwicklung von Verwarngeld Stellungnahmen bis zur weiteren Verbesserung des Ratsinformationssystem ALLRIS. Man kann im Vergleich klar sagen: Bei E-Government liegt Glienicke/Nordbahn nicht nur für eine kleine Gemeinde weit vorne. Gut so, denn dies ist wesentlicher Ausweis einer zeitgemäßen, offenen und bürgerfreundlichen Verwaltung.

In diese Rubrik gehört auch die Möglichkeit bargeldlosen Zahlens per EC-Karte beim Einwohnermeldeamt, der Gemeindekasse, der Bibliothek und dem Standesamt. Wir unterstützen diese Angebote, die längst noch nicht überall im Land Standard sind. All das geht Hand-in-Hand mit der Umsetzung eines ambitionierten EDV-Konzepts. Was zeigt, wie „vernetzt“ unsere Verwaltung schon denkt.

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Webseite der Gemeinde -- Tor zu E-Government-Angeboten (Foto: CDU Glienicke

Digitale Agenda
Glienicke/Nordbahn tut seinen damit auch Teil zur Umsetzung der für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands so wichtigen Digitalen Agenda der Bundesregierung – mehr dazu auf www.digitale-agenda.de. Die Menschen im Ort wissen das offenbar zu schätzen. Ob Webseite, Facebook-Auftritt der Gemeinde oder „Maerker“ (das Portal für Hinweise auf Infrastrukturprobleme im Ort) – sie alle werden eifrig genutzt. Besserer Zugang zu WLAN mindestens im Ortskern, aber auch in eher unterversorgten Gebieten im Ort wäre durchaus wünschenswert angesichts der allgemein zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte.

Die kürzlich gestartete, zukunftsweisende Initiative für „Freifunk“ im Ort passt da grundsätzlich ins Bild und ist durchaus zu begrüßen. Grundsätzlich deshalb, weil es bei „Freifunk“ bekanntlich nicht einfach nur um kostenloses WLAN für alle geht. Dahinter steht – auf ihrer Webseite nachzulesen -- eine selbsternannte „Bewegung“ mit einer „Vision“. Die Auseinandersetzung mit und Prüfung von unter anderem rechtlichen und Datenschutzfragen tut hier also vorab Not. Keineswegs unüberwindbar.

Persönliches Gespräch selbstverständlich weiter möglich
Übrigens: Wer dennoch (und der Gründe gibt es viele) lieber den Gang zum Amt antritt und selbst vorspricht, soll sich keinesfalls ausgeschlossen zu fühlen. Selbstverständlich bleiben Sprechzeiten erhalten und die Telefonleitungen ins Rathaus sind nicht gekappt. Das ist unserer Fraktion ein großes Anliegen, auch das gehört zu einer bürgerfreundlichen, dienstleistungsorientieren Verwaltung, wie wir sie uns vorstellen. Denn, Hand auf‘s Herz: Manchmal hilft eben doch nur das persönliche Gespräch.

Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender