Jahresempfang des Ortsverbands Lucia Burana und Martin Beyer
Begeisterter Applaus für Lucia Burana begleitet von den Blue Colors (Foto: CDU Glienicke)

Geselligkeit stand im Mittelpunkt, an Gesprächsstoff mangelte es ebenso wenig wie an kulinarischen Genüssen – ganz zu schweigen von musikalischen: Lucia Burana und die Blue Colors begeisterten mit ihrem Repertoire von Adele bis Stevie Wonder so sehr, dass die über 50 Gäste sie nicht ohne Zugabe ziehen ließen.

Neben vielen Mitgliedern des Ortsverbands folgten teils prominente Vertreter aus Politik, Kultur, Gewerbe und Medien aus Glienicke/Nordbahn und umzu der Einladung des örtlichen CDU-Vorstands zum Jahresempfang ins „Korfu“. Ehrengast war unser Bundestagsabgeordneter Uwe Feiler.

Gastliches Miteinander
So kam bei allem gastlichen Miteinander denn auch die Politik nicht zu kurz. Ortsvorsitzender Martin Beyer dankte nicht nur den ehrenamtlich Engagierten des Ortsverbands. Er würdigte besonders die Familien und Partner, deren Unterstützung, Verzicht und Geduld. In seiner Rede legt Beyer auch ein klares Bekenntnis zur Flüchtlings- und Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab. Sie ist menschlich und politisch richtig, erklärte er, alle vermeintlichen Alternativen schlechter.

Und frei nach dem Motto „Denke global, handle lokal“ stellte Beyer auch sogleich einen klaren Glienicke-Bezug her. Es sei gut, dass in Deutschland so viele Mitgefühl zeigen für Menschen in Not. Die Glienicker Christdemokraten wollen sich dafür einsetzen, dass es auch bei uns im Ort so wird.  

Martin Beyer und Uwe Feiler
Martin Beyer und Ehrengast Uwe Feiler, MdB (Foto: CDU Glienicke)

Bürgerliche Werte vorleben
„Integration ist keine Einbahnstraße“, so Beyer. Einerseits gilt es, den zu uns kommenden Menschen klar zu machen, was wir von ihnen erwarten. Andererseits sei es an uns, mit gutem Beispiel voranzugehen und unsere bürgerlichen Werte, alle voran Respekt, Humanität Anstand, vorzuleben.

Uwe Feiler sekundierte ihm mit seinen launigen Ausführungen. Und berichtete aus dem Bundestag, dass Widerstände aus den Reihen des Koalitionspartners SPD viele notwendige und dringliche Maßnahmen wie das Asylpaket II unnötig verzögerten.

Im Anschluss an die Reden wurde über vieles lebhaft diskutiert. Einigkeit bestand aber hierüber: Das vielseitige, schmackhafte Buffet mit griechischen Köstlichkeiten und das freundliche, professionelle Team des „Korfu“ leisteten einen Riesenbeitrag zum allseitigen Wohlbefinden der Gäste.

Jahresempfang des Ortsverbands - Angeregte Tischgespräche
Angeregte Tischgespräche in griechischem Ambiente (Foto: CDU Glienicke)

Die Rede des Vorsitzenden der CDU Glienicke/Nordbahn zum Neujahrsempfang des Ortsverbands am 26. Februar 2016 im Wortlaut:
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Freunde der Glienicker CDU,
schön, dass wir in dieser gedeihlichen Runde zusammen sind!

Im Namen des gesamten Vorstands der Glienicker CDU begrüße ich Sie ganz herzlich zu unserem nachträglichen Neujahrsempfang!

Musikalisch empfangen haben Sie Lucia Burana und die Blue Colors. Sie werden im Verlauf des Abends ihr Können erneut unter Beweis stellen. Ich denke, das ist nochmal einen besonderen Applaus wert!

Ich freue mich sehr, unseren Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler begrüßen zu können. Uwe: Herzlich Willkommen in Glienicke!

Recht herzlich begrüße ich den Dezernenten für Soziales und Verkehr des Landkreises Oberhavel, der nebenbei auch Ortsvorsitzendet der CDU Hohen Neuendorf ist.

Und weil wir gerade dabei den Vorsitzenden sind: Ich begrüße die CDU Vorsitzenden Mario Müller aus dem Mühlenbecker Land und Martin Hinze aus Leegebruch.

Ich begrüße weiterhin unseren Bürgermeister Dr. Hans G. Oberlack und seine wie immer reizende Stellvertreterin Jana Klätke.

Ein herzliches Willkommen gilt auch unseren Freunden von der GBL Tanja Seyboldt und Christian Hortien.

Ferner begrüße ich unsere Fraktionsmitglieder in der Gemeindevertretung Dr. Ulrich Strempel, Peter Kimmel, Ulf Grupe und Jörg Rathmer.

Als letzten auf meiner langen Liste, aber dafür besonders herzlich, gilt mein Willkommensgruß unserem früheren Fraktionsvorsitzen in der Gemeindevertretung, Volker Kühn und seiner Gattin.

Meine Damen und Herren,
sollte ich jemanden vergessen haben, üben Sie bitte Nachsicht mit einem älteren Herrn. Ich möchte betonen: Alle Anwesenden sind herzlich willkommen!

An dieser Stelle gilt es schon jetzt, Dank an die effizienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Korfu“ zu sagen. Ihr Einsatz wird maßgeblich dazu beitragen, dass wir uns heute Abend wohl fühlen können.

Überhaupt bietet ein Neujahrsempfang die Gelegenheit, Danke zu sagen.

Das möchte ich auch tun, und zwar an alle Aktiven im Ortsverband, die für ihre Ehrenämter im Sinne des Gemeinwohls viel Freizeit aufwenden. Ich denke da beispielsweise an die Weggefährten in der kommunalpolitischen Arbeit, den Gemeindevertretern oder Sachkundigen Einwohnern.

Einen besonderen Dank auch an unsere Partnerinnen und Partner sowie an die Familien. Ohne deren Unterstützung, Geduld und gelegentlich Verzicht könnten wir unserem kommunalpolitischen Engagement nicht nachgehen. Jeder von uns weiß hier, wen er nun anzuschauen hat, denke ich.

Danke auch für die offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit in unserer GVT-Fraktion. Unsere Fraktionsgemeinschaft mit den Freien Demokraten hat sich auch in dieser Wahlperiode wieder bewährt. Unsere gemeinsame Politik, ich sage nur verantwortungsvolles Haushalten, gereicht Glienicke vielfach zum Vorteil.

Es ist es mir auch eine ganz besondere Freude, Jörg Rathmer heute Abend nicht mehr nur als geschätzten Fraktionskollegen, sondern erstmals als neuen Vorsitzenden des Planungsausschusses begrüßen zu können. Glückauf in der neuen Rolle!

Auf Kreisebene ist Glienickes CDU, wie man so schön sagt, besser aufgestellt denn je. Im September rückte unser Fraktionsvorsitzender in der GVT, Dr. Ulrich Strempel, in den Kreistag nach, wo wir nun beide gemeinsam Glienickes Fahne hochhalten.

Meine Damen und Herren, 
liebe Freunde,
das formlose Gespräch und gastliche Miteinander soll unseren Empfang prägen. Erlauben Sie mir dennoch einige wenige politische Bemerkungen. Und keine Sorge, den kommunalpolitischen Jahresrückblick spare ich mir für den Jahresempfang der Gemeinde im April auf.

Trotzdem gibt es ein Thema, das Glienicke noch gar nicht so wirklich erreicht hat und dennoch in aller Munde ist: Flüchtlinge, Asyl und Integration sind die Schlagworte.
Ich habe keinen Zweifel: Der Weg der Bundeskanzlerin, der Weg der CDU ist der richtige, sowohl menschlich als auch politisch.

Ich sage hier gar nicht „alternativlos“. Denn von ganz links bis ganz rechts fühlen sich viele berufen, vermeintliche Alternativen aufzuzeigen. Aber sie sind alle schlechter als unser Weg.
Meine Damen und Herren,
eine Lösung wir es nur auf europäischer Ebene geben. Eine Lösung wird es nur geben, wenn wir die Fluchtursachen vor Ort nachhaltig bekämpfen. Eine Lösung wird es nur geben, wenn wir die Wanderungsbewegungen ordnen und die Zahl der Flüchtlinge nachhaltig reduzieren.

Für all das steht die CDU.

Wir wären aber schlechte Christdemokraten,

  • wenn uns nicht die Menschen und ihre Schicksale kümmerten,
  • wenn wir uns nicht längst Gedanken gemacht hätten, wie wir die vielen Schutzbedürftigen hier empfangen
  • und wie wir ihnen helfen, sich bei uns zurecht zu finden.

Auch wenn ein großer Teil der Flüchtlinge unfreiwillig gegangen ist und gerne in die Heimat zurückkehren möchte – es wird leider dauern, bis sie dies ohne Gefahr für Leib und Leben können.

Bis dahin ist es an uns Integrationsangebote zu machen, die auch sehr klar stellen, was wir von den zu uns kommenden Menschen erwarten. Integration ist keine Einbahnstraße.

Und da sind wir dann ganz schnell bei der kleinen, bei der kommunalen Politik. Frei nach dem alten Schlagwort: Denke global, handle lokal.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich, dass sich hier in Glienicke eine überparteiliche Willkommensinitiative bildet. Nicht jeder kann oder will sich dort ehrenamtlich engagieren.

Aber jeder von uns kann mit gutem Beispiel unsere bürgerlichen Werte, vor allem Respekt, Humanität und Anstand, vorleben. Jeder von uns kann eine helfende Hand reichen. Nicht belehrend, sondern schlicht hilfsbereit.

Liebe Freunde,
auch wenn die Negativbeispiele die veröffentlichte Aufmerksamkeit oft beherrschen, ist es gut, dass in ganz Deutschland so viele Mitgefühl zeigen für andere Menschen in Not. Wir wollen und werden als örtliche CDU unseren Teil dazu tun, dass das auch in Glienicke/Nordbahn so sein wird.

Dann nämlich, wenn wir nicht mehr wie jetzt 14, sondern Anfang kommenden Jahres 120 schutzbedürftige Menschen bei uns beherbergen.

In diesem Sinne hebe ich mein Glas, wünsche uns allen einen wunderbaren, geselligen Abend. Und sage ein letztes Mal Danke, nun für Ihre Aufmerksamkeit!
Und übergebe das Wort an „uns Uwe“.