Titelbeitrag
Foto: Glienicker Grundschule
Glienicker Grundschule

Die SPD wollte in der Gemeindevertretung vom 23. Juni, eine zukunftsweisende Weichenstellung für die Jugend, für die Bildung und für den Standort Glienicke/Nordbahn zu verhindern. Es misslang glücklicherweise gründlich. Nur die AfD stimmte mit der SPD.

Gemeinsam mit den Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der GBL hatte unsere Fraktion einen Antrag auf Einleitung des Planungs- und Bauverfahrens für den Schulerweiterungsbau (Haus 6) eingebracht. Wir freuen uns über die breite Basis für ein Projekt, dass sich alle drei Fraktionen für diese Wahlperiode als Priorität gesetzt haben. Und wir freuen uns, über die breite Mehrheit in der GVT: Bis auf SPD und ASD unterstützten alle Gemeindevertreter diesen Antrag.

Der Schulerweiterungsbau duldet nämlich keinen weiteren Aufschub. Und auch kein Verschieben von Ausschuss zu Ausschuss mehr – daher brachten wir den Antrag unmittelbar in die GVT ein. Denn auch wenn der Gemeindehaushalt schwierigeren Zeiten entgegen gehen dürfte, sollen Kinder, Jugend und Bildung möglichst wenig darunter zu leiden haben.

Unsere Grundschule mit ihren etwa 660 Schülern hat dringenden Raumbedarf. Nicht erst seit den Corona-Einschränkungen, die eine Halbierung der Klassengrößen mit sich brachte, ist das überdeutlich. Schon vorher wussten wir: Den Anforderungen moderner Lehrpläne und den Bedürfnissen des Hortes werden die jetzigen Gebäude nicht mehr gerecht. Zudem macht eine Konsolidierung des Schulcampus ebenso Sinn wie das Freiziehen des neben dem Jugendklub gelegenen „Haus 1“ für andere Nutzungen.

Mindestens seit dem städtebaulichen Ideenwettbewerb für unseren Ortskern 2013 im Gespräch, ging das Projekt trotz einer sehr rührigen AG aus Eltern und Schule nur schleppend voran. Viel hat sich mittlerweile konkretisiert, eine Machbarkeitsstudie lag dem Sozialausschuss vor. Zeit, nun Nägel mit Köpfen zu machen!

Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender