14.06.2026, 12:41 Uhr

Vorerst Klarheit im Waldseeviertel
Keine Sperrung für den Durchgangsverkehr

Das Verwaltungsgericht Berlin hat am 11. Juni 2026 (VG 1 K 214/24) die Klage von Anwohnern auf Sperrung des motorisierten Durchgangsverkehrs im Waldseeviertel abgewiesen. Das Gericht stellte unmissverständlich klar: Ein individueller Anspruch auf Sperrung der Verbindung zwischen Berlin und Brandenburg für den Autoverkehr besteht nicht. Die Straßen bleiben damit weiterhin für alle Verkehrsteilnehmer offen.

Für die CDU in Glienicke und Reinickendorf ist dieses Urteil eine wichtige rechtliche Bestätigung. Die CDU hatte sich stets klar gegen eine Vollsperrung ausgesprochen. Die Schildower Straße ist eine unverzichtbare Verkehrsverbindung zwischen Glienicke und Berlin. Eine Sperrung hätte unweigerlich zu einer zusätzlichen Belastung der bereits stark frequentierten B96 geführt.

Die CDU setzt auf eine ausgewogene Verkehrspolitik statt auf einseitige Verbote und Sperrungen. Die Verbindung zwischen Glienicke und Berlin muss offenbleiben – für Pendlerinnen und Pendler, zur Sicherung der Erreichbarkeit und zur Entlastung der Bundesstraße B96. Gleichzeitig nimmt die CDU die Sorgen der Anwohner ernst und setzt sich weiterhin für pragmatische und ausgewogene Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation ein.

Das Urteil bestätigt, dass pauschale Verkehrssperrungen keine nachhaltige Lösung für die Herausforderungen unserer Region sind. Erforderlich sind vielmehr vernünftige Konzepte, die Mobilität, Anwohnerschutz und die Erreichbarkeit unserer Gemeinden gleichermaßen berücksichtigen.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Die Kläger haben die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach Zustellung des vollständigen Urteils beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einen Antrag auf Zulassung der Berufung zu stellen. Die gesetzlichen Zulassungsgründe müssen innerhalb von zwei Monaten dargelegt werden. Angesichts der klaren Begründung des Verwaltungsgerichts und der hohen gesetzlichen Anforderungen an eine Berufungszulassung dürfte dies jedoch eine erhebliche Hürde darstellen.

Die CDU Glienicke steht für eine Verkehrspolitik, die die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt – pragmatisch, fair und zukunftsorientiert.