Wallplakat: Sebastian Busse

Noch immer …
hat uns Covid im Griff. Aber wir dürfen Dank Impfstoff auf ein weniger eigenwilliges Jahr 2021 hoffen, in das wir einen guten Start wünschen. Bis wieder annähernd Normalität eintritt, bitten wir: Handeln Sie bitte weiterhin verantwortungsvoll was Kontakte betrifft und bleiben Sie im besten Sinne lokalpatriotisch indem Sie das örtliche Gewerbe und den lokalen Handel stützen. Kommunalpolitisch startet das Jahr nicht schlecht.

Foto: Neuen Gymnasium Glienicke
Gute Nachricht für das NGG: SPD-Antrag zum Trägerwechsel abgelehnt

Gute Nachrichten für das NGG …
brachte der Bildungsausschuss des Kreistags im Dezember. Mit sieben zu zwei Stimmen bescherte er dem SPD-Antrag auf Verstaatlichung des Neuen Gymnasiums – denn das steckt hinter dem „Trägerwechsel“ -- eine mehr als deutliche Abfuhr. Dass der Kreistag den Antrag zu einer Ehrenrunde erneut in den Ausschuss verwiesen hat, ist einem Änderungsantrag zuzuschreiben.

Aus dem Ausschuss hört man freilich, die große Mehrheit der Abgeordneten stehe der Verstaatlichung nach wie vor skeptisch bis ablehnend gegenüber. Und dem Vernehmen nach ist auch der Enthusiasmus der Kreisverwaltung höchst gebremst. Was die spannende Frage offen lässt, inwieweit dieser Vorstoß eines Glienicker Abgeordneten mit der Verwaltung abgestimmt war.

Im Kreistag und hier vor Ort jedenfalls werden wir weiter für die freie Trägerschaft eintreten. Und für die berechtigten Interessen von Schülern, Eltern und Lehrerschaft. Sind wir deshalb gegen kostenlose Schulen, wie polemisch in die Debatte geworfen wird? Nein, selbstverständlich nicht. Beides, Schulen in öffentlicher und in privater Trägerschaft haben ihren Platz in der Bildungslandschaft. Wir stehen für Wahlfreiheit, Vielfalt und Qualität im Angebot.

Wer Krokodilstränen wegen des vom NGG erhobenen, ohnehin moderaten Schulgelds vergießt, agiert nur mit der halben Wahrheit. Er versäumt nämlich den Hinweis, dass bei nachgewiesener Bedürftigkeit sowohl die Gemeinde als auch der Schulträger Stipendien anbieten.

Die Freiwillige Feuerwehrt …
fährt eine ebenso einfallsreiche wie beispielsweise an den Bushaltestellen sichtbare Kampagne zur Mitgliederwerbung. Als Fraktion haben wir uns bekanntlich stets für die Interessen unserer Feuerwehr eingesetzt, insbesondere der dringend notwendigen Personalgewinnung. Daher freuen wir uns, dass die Kampagne erste Interessenbekundungen zeitigen konnte. Wir sagen: Bravo, Kameraden, weiter so!

Die Rampe zum Bürgerpark …
vom Michael-Bittner-Platz ist bereits seit der letzten Wahlperiode eines der unglücklichen Dauerbrenner der Glienicker Kommunalpolitik. Die Rampe ist dringend notwendig, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit, und zwar generationenübergreifend vom Kinderwagen über das Fahrrad bis zum Rollator. Eine Entscheidung war getroffen, um dann prompt auf Intervention einer Fraktion sogleich wieder in Frage gestellt, unter kreativsten Vorwänden neu geprüft zu werden. Kein Ruhmesblatt für uns Gemeindevertreter.

Kurzum, passiert ist bisher wenig, außer, dass die Verwaltung mit Anliegern verschiedene scheinbare Alternativen erörtert hat. Seit der GVT im Dezember wissen wir immerhin, was alles nicht geht und dass diese vermeintlichen Alternativen buchstäblich nicht gangbar sind. Höchste Zeit also, endlich den Staub vom bereits gefassten Beschluss zu pusten und ihn umzusetzen. Er ist keine ästhetische Offenbarung, gewiss. Aber er ist funktional, praktikabel und erfüllt die Bedürfnisse der Menschen im Ort. Und das sicherzustellen ist schließlich Aufgabe der Kommunalpolitik.

Sigrid Bösel …
legt den Vorsitz des Seniorenbeirats nieder. Wir respektieren die Gründe, bedauern aber den Verlust einer ebenso streitbaren wie geschätzten Gesprächspartnerin. Bösel werden wir vermissen als aufrechte Streiterin für die Interessen der Senioren, die sachorientiert und nie polemisch, stets dialogbereit und eloquent in ihrem Ehrenamt manches bewegt hat. Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute! Ihrer Nachfolgerin, Dr. Barbara Giessmann, gratulieren wir und wünschen viel Erfolg – auf gute Zusammenarbeit!

Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender