Auf geht‘s gemeinsam für ein modernes Deutschland und eine gute Zukunft für uns alle — das Programm einer Volkspartei eben. Nicht Klientelpolitik. Nicht Verbotspolitik.

Grafik: Gemeinsam für ein modernes Deutschland
Titelbeitrag
Foto: Das Neue Gymnasium Glienicke
Das NGG, ein Leuchtturm der Oberhaveler Bildungslandschaft

Das Neue Gymnasium Glienicke …
ist ein Leuchtturm exzellenten Bildungsangebots in Oberhavel. Auf diese Schule(n), die sich stets der vollen Unterstützung unserer Fraktion sicher sein dürfen, können wir am Schulstandort Glienicke stolz zu sein: Es bringt sich mit viel Engagement über das Pädagogische hinaus ins gesellschaftliche und kulturelle Leben unseres Ortes ein. Außerdem bedeutet es Wahlfreiheit für Eltern und Schüler im Landkreis durch seine besonderen Angebote, die übrigens auch in Berlin Anklang finden.
Der Landkreis, der dieses Gymnasium in privater Trägerschaft zuerst nicht wollte, hat es nach Eröffnung flugs in die Schulentwicklungspläne mit aufgenommen. Jüngst gab es sogar den glücklicherweise abgewehrten Versuch einer Kreistagsfraktion, seine Verstaatlichung zu betreiben. Denn: Die Belastung der Schulstandorte im sogenannten Planungsgebiet 3, zu dem Glienicke/Nordbahn neben Hohen Neuendorf, Birkenwerder sowie Mühlenbecker Land gehört, ist groß. Zudem wissen wir um den starken Zuzug in diesen Bereich nicht zuletzt aus Berlin, wo viele junge Familien das „Wohnen im Grünen“ anstreben.

Schon jetzt sorgen die Anmeldezahlen für eine höhere Nachfrage, als die drei weiterführenden staatlichen Schulen abdecken können. Deshalb ist der Landkreis auch mit dem NGG nicht vom sprichwörtlichen Haken. Denn die Zügigkeit oder die Klassenstärke der bestehenden Schulen zu erhöhen führt diese nicht nur räumlich an ihre Grenzen, sondern belastet auch die Qualität der pädagogischen Arbeit.

Daher hat unsere Fraktion einen Beschlussantrag in die Gemeindevertretung (nach Redaktionsschluss) eingebracht. Er soll den Bürgermeister beauftragen, die Beteiligung öffentlicher Träger zur sechsten Fortschreibung des Schulentwicklungsplans des Landkreises zu nutzen: für die Forderung nach dem Neubau eines mindestens dreizügigen Gymnasiums im Planungsgebiet 3. Gleichlautende Anträge werden noch vor der Sommerpause in den Gemeindevertretungen aller betroffenen Kommunen eingebracht. Dadurch hoffen wir, den Landrat aus seiner Lethargie zu wecken. Denn die Zeit für Standortsuche und Planung drängt.

Jugendarbeit und Jugendbeteiligung …
wird in Glienicke/Nordbahn großgeschrieben und in den kommunalpolitischen Gremien sehr ernst genommen. Jüngstes Beispiel war die Einrichtung eines Jugendbeirates im Sinne des Paragraphen 18a der Brandenburger Kommunalverfassung (BbgKVerf). Doch bereits vor etwa vier Jahren, das lohnt, sich in Erinnerung zu rufen, hatte die Gemeindevertretung den Jugendsozialarbeiter Andreas Brandt zum Jugendbeauftragten der Gemeinde bestallt. Dem wollen wir an dieser Stelle für seinen unermüdlichen Einsatz, den er je in seinem eigentlichen Arbeitsbereich fortsetzt, Anerkennung aussprechen.

Ganz im Sinne der BbgKVerf hat die Verwaltung seit November 2019 einen Mitarbeiter mit den Angelegenheiten der Kinder und Jugendlichen, also der Umsetzung des Paragraphen 18a befasst: David Kaminsky. Wir begrüßen, dass in der Logik der Dinge Kaminsky künftig auch formell als Jugendbeauftragter der Gemeinde agieren soll (vorbehaltlich der Zustimmung der GVT, nach Redaktionsschluss).

Einen sonnigen, erholsamen Sommer …
wünschen wir! Bleiben Sie gesund und zuversichtlich, genießen Sie die nach und nach wieder einsetzende Normalität aus Vorpandemie-Zeiten. Aber bitte bedenken Sie bei aller Freude über sommerliche Temperaturen, sinkende Inzidenzen und wiedergefundene Freiheiten auch: Noch ist es nicht vorbei. Bis durch Impfen die sogenannte Herdenimmunität geschafft ist, sollten wir alle vorsichtig bleiben und die AHA-Maßnahmen nicht voreilig über Bord werfen.

Im internationalen und auch im europäischen Vergleich ist Deutschland, bei aller hier und dort berechtigten Kritik, recht gut durch die Pandemie gekommen. Unsere Einschränkungen waren merklich, hielten sich aber in Grenzen. Allen, die daran mitgewirkt haben, von Regierung über medizinisches Personal, Impf- und Testzentren, der Bundeswehr (auch bei uns im Ort) bis hin zu jedem einzelnen rücksichtsvollen Mitbürger, dafür herzlichen Dank.

Und die Anregung: In vielen asiatischen Ländern gehört es seit langem zum guten Ton, beispielsweise in Erkältungs- oder Grippezeiten im öffentlichen Raum freiwillig eine Mund-Nasen-Maske zu tragen, als Schutz für sich selbst und für andere. Vielleicht also in den kommenden Wochen die FFP2 -Masken noch nicht entsorgen – auch dann, wenn das Tragen nicht mehr Pflicht ist. Denn eine weitere Welle braucht wirklich niemand. Wir alle haben es mit in der Hand, es bedarf nur noch etwas Geduld und Disziplin.

Dr. Ulrich Strempel, Fraktionsvorsitzender