Wallplakat: Sebastian Busse

Foto: Einmündung Hauptstrasse in die B96
Torbebauung rückt näher: „Glienicker Dreieck“ und Einmündung Hauptstrasse in die B96 (Foto: CDU)

Das Ziel ist in greifbare Nähe gerückt: Seit den frühen 2000er Jahren strebt Glienickes Kommunalpolitik an der Einmündung der Hauptstraße in die B96 eine sogenannte Tor-Bebauung an. Gemeint ist, auf beiden Seiten der Hauptstraße gleichartige – nicht gleichförmige – Bauten als eine Art Tor in den Ortskern hinein.

Die Planungen für ein Wohn-/Geschäftshaus südlich der Hauptstraße entlang der B96 sind schon recht weit fortgeschritten. Im Bereich des Baufelds sind – leider etwas verfrüht – auch bereits die Bäume und Sträucher entfernt. Auf der nördlichen Seite der Hauptstraße („Glienicker Dreieck“) kommt nun das stets temporär gedachte Glashaus ans Ende seines Daseins. Circa 2025 soll auch dort ein mehrstöckiges Gebäude entstehen .

Noch sind keine definitiven Planungen oder Zeichnungen da, das Aussehen dieses Gebäudes ist also noch offen. Nach unseren Vorstellungen sollte es architektonisch auf der Südseite das Thema des dann fertigen gegenüberliegenden Gebäudes aufgreifen. Auf der Nordseite wäre eine Orientierung am Stil der Glienicker Spitze denkbar. Damit wäre bei der Einmündung der Schönfließer in die B96 ebenfalls ein willkommener Toreffekt erreicht.

Nimmt man alle bereits begonnenen, beantragten oder projektierten Bauprojekte zusammen, könnten in Glienicke in den kommenden Jahren über 200 neue Wohnungen unterschiedlicher Größe entstehen. Und das ist gut so. Spätestens nach dem Berliner Mietendeckel-Debakel sollte klar sein: Der einzige Weg, ausreichend Wohnraum zu schaffen und Mieten im Rahmen zu halten, ist die Konkurrenz durch den Bau und das Angebot neuer Wohnungen. Zudem ist bekannt, dass viele Berliner sich gerne in das grüne Umland wohnungsmäßig „verbessern“ würden. Was den positiven Zusatzeffekt hat, in der Hauptstadt Wohnraum frei zu ziehen. Das örtliche Gewerbe hier dürfte ob der neuen Kunden nach den schmalen Zeiten der Corona-Pandemie auch nicht traurig sein. Erne echte Win-Win-Situation also.

Dr. Ulrich Strempel